TÜV-Kosten 2026: Preise für HU & AU im Überblick

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Die TÜV-Kosten für einen Pkw liegen 2026 bei rund 120–160 €, wenn Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) zusammen fällig sind. Die reine HU kostet meist 90–140 €, die AU ist bei vielen Prüforganisationen schon im Preis enthalten. Wie viel du am Ende genau zahlst, hängt vom Bundesland und davon ab, wo du die Plakette holst.

Inhalt

Was kostet der TÜV 2026?

Erst mal zur Einordnung: „TÜV“ ist eigentlich nur der bekannteste Name. Gemeint ist die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung, und die darfst du auch bei DEKRA, GTÜ oder KÜS machen lassen. Die Preise sind bei allen ähnlich, aber nicht identisch.

Für einen normalen Pkw solltest du 2026 mit diesen Richtwerten rechnen: Die HU allein liegt bei 90–140 €, die AU ist oft schon inklusive. Kommen beide zusammen, landest du bei ca. 120–160 €. Ein Motorrad ist mit 60–80 € deutlich günstiger, weil weniger zu prüfen ist. Fällt bei der Prüfung etwas durch und du musst nachbessern, kostet die Nachprüfung 15–25 €.

TÜV-Kosten Tabelle: HU, AU, Nachprüfung – Richtwerte 2026
TÜV-Kosten im Überblick – Richtwerte 2026 für HU, AU und Nachprüfung. Preise variieren je Prüforganisation und Bundesland.

Wovon der Preis abhängt

Warum schwanken die TÜV-Kosten überhaupt so? Das hat vor allem drei Gründe. Erstens die Prüforganisation: TÜV, DEKRA, GTÜ und KÜS kalkulieren unterschiedlich, und gerade freie Werkstätten mit GTÜ- oder KÜS-Prüfer sind teils ein paar Euro günstiger als die großen Prüfstellen. Zweitens das Bundesland – die Gebühren sind regional nicht einheitlich, in Bayern zahlst du oft mehr als etwa in Sachsen. Drittens die Fahrzeugart: Beim Motorrad ist der Prüfumfang kleiner, deshalb der niedrigere Preis.

Ein Tipp aus der Praxis: Viele Werkstätten bieten die HU direkt vor Ort an, ein externer Prüfer kommt dann zu festen Terminen vorbei. Das ist bequem, aber nicht immer am günstigsten. Wer ein paar Euro sparen will, fragt bei der örtlichen Prüfstelle direkt nach dem Preis – ein kurzer Anruf lohnt sich. Und wenn du ohnehin gerade eine Inspektion machen lässt, lässt sich die HU oft gleich mit erledigen.

HU und AU: Was da eigentlich geprüft wird

Die Hauptuntersuchung ist der große Sicherheitscheck: Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, Reifen, Rost an tragenden Teilen, Achsen und mehr. Der Prüfer geht das Fahrzeug systematisch durch und vergibt am Ende eine von mehreren Mängelstufen – ohne Mängel, geringe Mängel, erhebliche Mängel oder verkehrsunsicher. Nur ohne oder mit geringen Mängeln bekommst du die neue Plakette sofort.

Die Abgasuntersuchung (AU) prüft die Abgaswerte und ist bei den meisten Anbietern im HU-Preis enthalten. Deshalb siehst du sie auf der Rechnung häufig gar nicht als eigenen Posten.

Was du vor dem Termin selbst checken kannst

Bevor du hinfährst, lohnt sich ein kurzer Rundgang. Sind alle Lampen heil? Ist der Reifenprofil noch tief genug? Steht die Warnleuchte für die Bremse aus? Solche Kleinigkeiten kosten sonst schnell die Plakette. Wenn ein Licht flackert oder die Batterie schwächelt, kläre das vorher – ein Batteriewechsel ist günstiger als eine Nachprüfung samt zweiter Anfahrt.

Wann ist der TÜV fällig?

Ein Neuwagen muss zum ersten Mal nach drei Jahren zur HU, danach geht es alle zwei Jahre weiter. Wann genau, verrät dir die Prüfplakette am hinteren Kennzeichen: Die große Zahl in der Mitte steht für das Jahr, die Zahl ganz oben (auf zwölf Uhr) für den fälligen Monat.

Motorräder folgen dem gleichen Zwei-Jahres-Rhythmus. Praktisch ist, sich den Monat im Kalender zu notieren – denn wer die Frist verpasst, riskiert nicht nur eine unangenehme Überraschung bei der nächsten Verkehrskontrolle, sondern eventuell auch höhere Kosten. Wenn du beim Termin ohnehin schon in der Werkstatt bist, kannst du fällige Arbeiten wie einen Ölwechsel gleich mitmachen und dir eine zweite Fahrt sparen.

TÜV überzogen – was das kostet

Passiert schneller, als man denkt: Der Monat auf der Plakette ist längst durch. Wird das bei einer Kontrolle bemerkt, kann ab etwa 15 € Verwarnungsgeld fällig werden. Bei einer Überziehung von mehr als zwei Monaten kommt meist eine vertiefte Hauptuntersuchung dazu – der Prüfer schaut genauer hin, und dafür wird ein Aufschlag von rund 20 Prozent auf die HU-Gebühr berechnet.

Unterm Strich ist es also schlicht günstiger, pünktlich zu sein. Fahren darfst du mit abgelaufenem TÜV zwar noch, aber der Versicherungsschutz und deine Haftung im Schadensfall können darunter leiden. Warte lieber nicht bis auf den letzten Drücker.

Alle Angaben sind Richtwerte 2026 für Deutschland und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Verbindliche Gebühren nennt dir deine Prüforganisation vor Ort.

Häufige Fragen

Sind HU und AU immer ein gemeinsamer Termin?

In aller Regel ja. Die AU ist bei den meisten Prüforganisationen in der HU enthalten und wird beim selben Termin miterledigt. Deshalb tauchen die TÜV-Kosten auf der Rechnung oft als ein Gesamtbetrag von ca. 120–160 € auf, ohne dass die AU separat ausgewiesen ist.

Ist der TÜV bei DEKRA oder KÜS günstiger als beim TÜV?

Manchmal, aber nicht garantiert. Die Preise liegen bei allen Organisationen nah beieinander und hängen stärker vom Bundesland ab als vom Namen. Ein kurzer Preisvergleich zwischen der örtlichen Prüfstelle und einer Werkstatt mit GTÜ- oder KÜS-Prüfer kann trotzdem ein paar Euro sparen.

Was kostet es, wenn mein Auto durchfällt?

Bei erheblichen Mängeln bekommst du keine Plakette und musst nachbessern. Die anschließende Nachprüfung kostet 15–25 € – vorausgesetzt, du kommst innerhalb der üblichen Frist von rund einem Monat zurück. Die Reparaturkosten selbst kommen natürlich obendrauf.

Kurz gesagt: Mit rund 120–160 € für HU und AU bist du beim Pkw 2026 gut aufgestellt. Wer sein Auto ohnehin regelmäßig pflegt und die Frist im Blick behält, hat mit dem TÜV meist wenig Stress – und spart sich Nachprüfung und Bußgeld.