Du willst dein Motorrad anmelden? Die Kosten liegen 2026 in Deutschland bei rund 50 bis 100 Euro – die Zulassungsgebühr schlägt mit etwa 30 bis 60 Euro zu Buche, das Kennzeichen mit 20 bis 35 Euro. Wichtig sind vor allem drei Dinge: eine eVB-Nummer von deiner Versicherung, die Zulassungsbescheinigung Teil II und dein Personalausweis. Der Rest ist Formsache.
Inhalt
- Motorrad anmelden: Kosten im Detail
- Diese Unterlagen brauchst du
- So läuft die Zulassung ab
- Saisonkennzeichen und Online-Zulassung
- Kfz-Steuer und laufende Kosten
- Häufige Fragen
Motorrad anmelden: Kosten im Detail
Wenn du ein Motorrad anmelden willst, setzen sich die Kosten aus zwei großen Posten zusammen. Die reine Zulassungsgebühr der Zulassungsstelle beträgt als Richtwert 2026 rund 30 bis 60 Euro. Wie viel genau, hängt von deinem Landkreis und davon ab, ob du das Bike neu zulässt, umschreibst oder aus einem anderen Bezirk mitbringst.
Dazu kommt das Kennzeichen selbst. Ein geprägtes Motorradkennzeichen kostet beim Schilderdienst etwa 20 bis 35 Euro. Unterm Strich landest du also meist bei 50 bis 100 Euro. Kommt eine Ummeldung mit neuem Bezirk oder ein Wunschkennzeichen dazu, kann es etwas mehr werden – ein Wunschkennzeichen kostet je nach Stelle zusätzlich rund 10 bis 30 Euro. Die genaue Aufstellung findest du in der folgenden Übersicht.

Ein kleiner Tipp: Das Schild prägen lässt du oft günstiger bei einem Anbieter direkt vor der Zulassungsstelle oder vorab online. Die Behörde selbst verkauft die Kennzeichen in der Regel nicht. Ähnlich läuft es übrigens beim Auto anmelden – die Struktur der Gebühren ist fast identisch.
Diese Unterlagen brauchst du
Ohne die richtigen Papiere geht bei der Zulassungsstelle nichts. Pack dir am besten vorab alles zusammen, dann bist du in wenigen Minuten durch. Das brauchst du beim Motorrad anmelden:
- eVB-Nummer: die elektronische Versicherungsbestätigung. Die bekommst du von deiner Kfz-Versicherung, meist in Minuten per Mail. Wie das genau geht, erklärt unser Ratgeber zum eVB-Nummer beantragen.
- Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief).
- Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) – bei einer Ummeldung oder wenn das Motorrad schon zugelassen war.
- Gültige Hauptuntersuchung (HU): Der Nachweis darf nicht abgelaufen sein. Ist die HU fällig, musst du sie vorher separat machen lassen.
- Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldeadresse.
- SEPA-Mandat für den Einzug der Kfz-Steuer (IBAN genügt).
Meldest du das Motorrad für jemand anderen an, brauchst du zusätzlich eine Vollmacht und eine Ausweiskopie der Person. Bei Firmenfahrzeugen kommt ein Handelsregisterauszug dazu.
So läuft die Zulassung ab
Der Ablauf ist unkomplizierter, als viele denken. In der Praxis sind es vier Schritte:
- Termin buchen: Die meisten Zulassungsstellen arbeiten nur noch mit Termin. Online reservieren spart dir langes Warten.
- eVB besorgen: Ohne Versicherungsnachweis wird nichts zugelassen. Kläre das also, bevor du losfährst.
- Vor Ort abgeben: Unterlagen einreichen, Gebühr zahlen, Kennzeichennummer erhalten.
- Schild prägen und Plakette: Kennzeichen prägen lassen, zurück zum Schalter, Stempelplakette drauf – fertig.
Rechne mit einem knappen halben bis ganzen Vormittag, wenn du alles hintereinander erledigst. Hast du alle Papiere dabei, bist du am Schalter selbst oft in unter 15 Minuten fertig. Fehlt dagegen ein Dokument, kannst du den ganzen Weg noch mal machen – deshalb lohnt sich die Checkliste oben wirklich.
Saisonkennzeichen und Online-Zulassung
Für Motorräder ist das Saisonkennzeichen besonders interessant. Du legst dabei einen festen Zeitraum fest, zum Beispiel März bis Oktober. Nur in diesen Monaten ist die Maschine zugelassen, versichert und steuerpflichtig. Im Winter ruht das Fahrzeug automatisch, ohne dass du es ab- und wieder anmelden musst. Das spart Steuer und Versicherungsbeitrag – ein Modell, das sich für reine Schönwetterfahrer fast immer rechnet. Details zu den Saisonkennzeichen Kosten haben wir separat zusammengestellt.
Inzwischen ist auch die Online-Zulassung (i-Kfz) für viele Fälle möglich. Du erledigst die Anmeldung dann komplett am Rechner – vorausgesetzt, dein Personalausweis hat die freigeschaltete Online-Funktion und du hast die verdeckten Sicherheitscodes von Fahrzeugbrief und Plaketten zur Hand. Der Bescheid und die Codes zum Freirübeln kommen anschließend per Post. Ob deine Zulassungsstelle das schon voll anbietet, siehst du auf deren Website.
Kfz-Steuer und laufende Kosten
Neben den einmaligen Kosten fürs Anmelden fällt jedes Jahr die Kfz-Steuer an. Bei Motorrädern richtet sie sich allein nach dem Hubraum, nicht nach dem CO2-Ausstoß wie beim Auto. Als Faustregel gelten rund 1,84 Euro je angefangene 25 Kubikzentimeter. Ein Bike mit 600 ccm liegt damit bei etwa 45 Euro im Jahr, eine große 1000er bei rund 74 Euro. Kleinkrafträder und Leichtkrafträder bis 125 ccm sind unter bestimmten Voraussetzungen sogar steuerfrei.
Dazu kommt die Versicherung, die je nach Regionalklasse, Alter und Maschine stark schwankt. Plane also nicht nur die 50 bis 100 Euro für die Anmeldung ein, sondern auch die laufenden Posten. Das ist keine Steuerberatung – die genaue Höhe hängt immer von deinem Fahrzeug und deinem Wohnort ab.
Häufige Fragen
Was kostet es, ein Motorrad anzumelden?
Als Richtwert 2026 zahlst du rund 50 bis 100 Euro. Davon entfallen etwa 30 bis 60 Euro auf die Zulassungsgebühr und 20 bis 35 Euro auf das geprägte Kennzeichen. Ein Wunschkennzeichen kostet extra.
Welche Unterlagen brauche ich für die Motorrad-Zulassung?
Du brauchst die eVB-Nummer deiner Versicherung, die Zulassungsbescheinigung Teil II, bei einer Ummeldung auch Teil I, den gültigen HU-Nachweis, deinen Personalausweis und ein SEPA-Mandat für die Kfz-Steuer.
Kann ich mein Motorrad online anmelden?
Ja, über das i-Kfz-Portal ist die Online-Zulassung für viele Fälle möglich. Voraussetzung sind der Personalausweis mit Online-Funktion und die verdeckten Sicherheitscodes von Brief und Plaketten.
Kurz zusammengefasst
Ein Motorrad anzumelden ist weder teuer noch kompliziert: 50 bis 100 Euro, ein Vormittag Zeit und die richtigen Papiere reichen aus. Wer nur im Sommer fährt, fährt mit dem Saisonkennzeichen günstiger. Und wenn deine Zulassungsstelle i-Kfz anbietet, sparst du dir den Gang zum Amt sogar ganz.