Was kostet eine Innenraumreinigung beim Auto? Für einen Kleinwagen zahlst du in Deutschland meist 80 bis 150 Euro, bei einer gründlichen Komplettaufbereitung der Mittelklasse eher 150 bis 300 Euro (Richtwerte 2026). Wovon der Preis abhängt, was dabei gemacht wird und wann du besser selbst Hand anlegst, zeigt dieser Überblick.
Inhalt
- Was kostet die Innenraumreinigung?
- Was in der Reinigung enthalten ist
- Wovon der Preis abhängt
- Selbst machen oder machen lassen?
- Den richtigen Anbieter finden
- Häufige Fragen
Was kostet die Innenraumreinigung?
Die Preise streuen stark, weil „Innenreinigung“ kein geschützter Begriff ist. Manche Betriebe saugen und wischen in einer Stunde, andere arbeiten einen halben Tag mit Dampf, Sprühextraktion und Pflegemitteln. Als grobe Orientierung helfen diese Richtwerte:
- Basisreinigung Kleinwagen: 80 bis 150 Euro, mit Saugen, Wischen der Kunststoffe und Scheiben von innen.
- Komplettaufbereitung innen, Mittelklasse oder Kombi: 150 bis 300 Euro inklusive Polster- und Teppichreinigung.
- Große Fahrzeuge wie SUV oder Van: 200 bis 400 Euro, weil Fläche und Aufwand wachsen.
Dazu kommen Zusatzleistungen. Eine Polsterreinigung mit Sprühextraktion schlägt oft mit 50 bis 120 Euro zu Buche, eine Lederpflege mit Imprägnierung mit 40 bis 100 Euro. Alle Preise sind Spannen und hängen von Region und Zustand ab. In Großstädten liegen sie meist am oberen Ende.

Was in der Reinigung enthalten ist
Bei einer ordentlichen Innenraumreinigung geht es um mehr als den Staubsauger. Seriöse Betriebe arbeiten in klaren Schritten: Zuerst wird der Innenraum grob entrümpelt und gesaugt, auch unter den Sitzen und in den Ritzen. Dann folgen Armaturenbrett, Türverkleidungen und Mittelkonsole, die mit Pinsel, Mikrofasertuch und einem passenden Kunststoffreiniger gesäubert werden.
Anschließend kommen Sitze und Teppiche an die Reihe. Textilpolster werden meist mit einem Sprühextraktionsgerät behandelt, das Reiniger einsprüht und den Schmutz samt Feuchtigkeit sofort wieder absaugt. Leder bekommt einen milden Reiniger und danach eine Pflege, damit es nicht spröde wird. Zum Schluss werden die Scheiben von innen gereinigt, ein Duftstoff wird nur auf Wunsch eingesetzt. Wer es ganz genau nimmt, lässt auch den Dachhimmel und die Gurte behandeln.
Fragst du ein Angebot an, lass dir den Umfang schriftlich bestätigen. „Innenreinigung“ kann bei einem Anbieter 45 Minuten bedeuten und bei einem anderen vier Stunden.
Wovon der Preis abhängt
Mehrere Punkte entscheiden darüber, ob du am unteren oder oberen Ende der Spanne landest:
- Fahrzeuggröße: Ein Kleinwagen ist schneller sauber als ein Van mit drei Sitzreihen.
- Verschmutzungsgrad: Tierhaare, Kinderspuren, Flecken von Kaffee oder Zigarettenrauch verlängern die Arbeitszeit spürbar.
- Material: Leder verlangt Pflegeprodukte, helle Stoffe mehr Sorgfalt bei Flecken.
- Region und Betriebsart: Mobile Aufbereiter, Autohäuser und spezialisierte Betriebe kalkulieren unterschiedlich.
- Zusatzleistungen: Geruchsbehandlung mit Ozon oder Dampf liegt meist bei 40 bis 100 Euro extra.
Besonders bei Gerüchen lohnt es sich, die Ursache zu klären. Stammt der muffige Geruch aus feuchten Teppichen oder der Lüftung, hilft Reinigen allein nicht dauerhaft. Dann solltest du zuerst nach der Feuchtigkeit suchen, etwa nach einem undichten Fußraum, und bei Bedarf die Klimaanlage desinfizieren lassen. Bei sichtbarem Befall hilft unser Ratgeber zum Thema Schimmel im Auto entfernen.
Selbst machen oder machen lassen?
Eine Grundreinigung kannst du mit wenig Geld selbst erledigen. Ein guter Sauger, ein Set Mikrofasertücher, ein Kunststoffreiniger und ein Polsterreiniger kosten zusammen etwa 40 bis 80 Euro, und die Mittel reichen für mehrere Reinigungen. Der Zeitaufwand liegt bei zwei bis drei Stunden. Saug zuerst gründlich, wische dann von oben nach unten und trockne Polster nach dem Reinigen gut ab, damit keine Feuchtigkeit im Schaumstoff bleibt.
Die Grenzen liegen bei hartnäckigen Flecken, starken Gerüchen und empfindlichen Materialien. Einen Wasserschaden mit durchnässtem Teppich oder Raucherauto solltest du eher Profis überlassen, die mit Sprühextraktion und Trocknungsgeräten arbeiten. Wer sein Auto verkaufen will, profitiert von einer professionellen Reinigung doppelt: Ein sauberer Innenraum wirkt gepflegt und kann den erzielbaren Preis spürbar stützen. Wie das Gesamtpaket mit Lack und Politur aussieht, zeigt unser Überblick zu den Kosten der Autoaufbereitung.
Den richtigen Anbieter finden
Vergleiche mindestens zwei oder drei Angebote und achte auf klare Leistungsbeschreibungen. Fragen solltest du nach den verwendeten Mitteln, vor allem bei Allergien oder Kindern im Auto. Ein guter Betrieb nennt dir den Preis im Voraus, bietet einen Festpreis an und weist auf Grenzen hin, etwa bei alten Flecken. Online-Bewertungen helfen, ersetzen aber keine Nachfrage. Vorsicht gilt bei Lockangeboten unter 50 Euro: Hier bleibt kaum Zeit für eine echte Reinigung, und oft kommen später Aufpreise hinzu.
Plane außerdem den Termin sinnvoll. Im Frühjahr und vor den Feiertagen sind Aufbereiter ausgelastet, im Winter gibt es mitunter bessere Preise. Nimm persönliche Gegenstände heraus und sag dem Betrieb vorab, wo besondere Flecken oder Gerüche sitzen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich den Innenraum reinigen lassen?
Für die meisten Autofahrer reicht eine professionelle Reinigung ein- bis zweimal im Jahr. Mit Kindern, Haustieren oder viel Fahrbetrieb darf es öfter sein.
Wie lange dauert eine Innenraumreinigung?
Je nach Umfang drei bis sechs Stunden. Bei Sprühextraktion kommt Trocknungszeit hinzu, oft kannst du das Auto am selben Tag abholen.
Zahlt die Versicherung die Reinigung?
Normalerweise nicht, es handelt sich um Pflege und nicht um einen versicherten Schaden. Nach einem Wasserschaden oder Unfall kann das anders aussehen, das klärst du mit deiner Versicherung.
Hilft Ozonbehandlung bei Gerüchen?
Oft ja, vor allem bei Rauch- und Tiergerüchen. Sie ersetzt aber nicht die Reinigung und wirkt nur, wenn die Geruchsquelle beseitigt ist.
Kurz zusammengefasst
Die Innenraumreinigung beim Auto kostet je nach Größe, Zustand und Umfang etwa 80 bis 300 Euro (Richtwerte 2026). Lass dir den Leistungsumfang vorab schriftlich nennen, vergleiche mehrere Angebote und gehe Gerüche an der Ursache an. Eine Grundreinigung schaffst du selbst, Flecken, Rauchgeruch und Wasserschäden sind ein Fall für Profis.