Die THG-Quote 2026 ist bares Geld für Halter reiner Elektroautos: Du verkaufst deine eingesparten CO2-Emissionen über einen Vermittler und bekommst dafür eine jährliche Prämie. Als Richtwert für 2026 liegt die Auszahlung grob bei 30 bis 100 Euro pro Jahr – der Markt schwankt allerdings stark. Alles, was du dafür brauchst, ist dein Fahrzeugschein und ein paar Minuten Zeit.
Inhalt
- Was ist die THG-Quote überhaupt?
- THG-Quote 2026: So viel Prämie ist drin
- Wer bekommt die Prämie – und wer nicht
- So läuft die Auszahlung Schritt für Schritt
- Anbieter vergleichen: Worauf du achten solltest
- Häufige Fragen zur THG-Quote 2026
Was ist die THG-Quote überhaupt?
THG steht für Treibhausgasminderungsquote. Dahinter steckt eine Regelung, die Mineralölkonzerne verpflichtet, den CO2-Ausstoß ihrer verkauften Kraftstoffe zu senken. Schaffen sie das nicht selbst, müssen sie sich freikaufen – und genau hier kommst du ins Spiel. Dein Elektroauto fährt ohne Verbrennungsabgase und spart damit CO2 ein. Diese Einsparung ist ein handelbares Zertifikat wert.
Weil du als Privatperson nicht direkt mit einem Ölkonzern verhandeln kannst, übernehmen das spezialisierte Vermittler. Sie bündeln tausende E-Auto-Zertifikate, verkaufen sie am Markt und schütten den Erlös als Prämie an dich aus. Für dich bedeutet das: einmal im Jahr Fahrzeugschein hochladen, Prämie kassieren. Der Aufwand ist minimal, der Ertrag reines Zusatzgeld – ähnlich unkompliziert wie andere Vorteile für Stromer, etwa die Befreiung von der Kfz-Steuer für Elektroautos.

THG-Quote 2026: So viel Prämie ist drin
Kommen wir zur Frage, die dich vermutlich am meisten interessiert: Wie hoch fällt die THG-Quote 2026 aus? Als Richtwert für Deutschland kannst du 2026 mit etwa 30 bis 100 Euro pro Jahr rechnen. In den ersten Jahren nach Einführung waren teilweise 300 Euro und mehr drin – dieses Niveau ist längst Geschichte. Der Grund ist einfacher Marktmechanismus: Je mehr E-Autos auf der Straße sind, desto mehr Zertifikate gibt es, und desto niedriger der Preis pro Zertifikat.
Wichtig zu verstehen: Die genaue Höhe steht nicht fest, wenn du dich anmeldest. Sie hängt vom Verkaufspreis der Zertifikate am Quotenmarkt ab, und der bewegt sich übers Jahr. Manche Anbieter locken deshalb mit einer garantierten Fixprämie am unteren Rand, andere zahlen flexibel nach tatsächlichem Marktpreis aus – dafür mit Chance nach oben. Ein E-Roller oder ein elektrisches Nutzfahrzeug wird übrigens anders bewertet als ein Pkw, die Beträge unterscheiden sich je nach Fahrzeugklasse.
Die Prämie ist für Privatpersonen in der Regel steuerfrei, solange das Auto nicht dem Betriebsvermögen zugeordnet ist. Wer sein E-Auto geschäftlich nutzt, sollte das mit dem Steuerberater klären – das hier ist ausdrücklich keine Steuerberatung.
Wer bekommt die Prämie – und wer nicht
Anspruch auf die THG-Quote 2026 hast du als Halter eines reinen Elektrofahrzeugs. Entscheidend ist, wer in der Zulassungsbescheinigung als Halter eingetragen ist – nicht, wem das Auto wirtschaftlich gehört. Auch geleaste oder finanzierte E-Autos zählen, solange du der eingetragene Halter bist.
Berechtigt sind reine Batteriefahrzeuge: Pkw, elektrische Nutzfahrzeuge und sogar zulassungspflichtige E-Roller ab 45 km/h. Was nicht zählt, sind Hybride jeder Art – weder Plug-in-Hybride noch Vollhybride bekommen eine THG-Prämie, weil sie eben doch einen Verbrenner an Bord haben. Wer über den Umstieg nachdenkt, findet einen Überblick über weitere Vorteile in unserem Ratgeber zur Elektroauto-Förderung 2026.
Was du als Nachweis brauchst
Der einzige Nachweis ist deine Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein, kurz ZB I). Du fotografierst oder scannst das Dokument und lädst es beim Anbieter hoch. Aus den Feldern gehen Halter, Fahrzeugklasse und der Emissionscode hervor – bei reinen E-Autos steht dort die Codierung für Null-Emissions-Fahrzeuge. Mehr Papierkram ist nicht nötig.
So läuft die Auszahlung Schritt für Schritt
Der Ablauf ist bewusst schlank gehalten. In der Praxis sind es vier Schritte:
- Anbieter wählen: Du entscheidest dich für einen Vermittler und legst dort ein Konto an.
- Fahrzeugschein hochladen: Ein Foto der ZB I (Vorderseite reicht meist) genügt als Nachweis.
- Prüfung abwarten: Der Anbieter reicht dein Zertifikat beim Umweltbundesamt ein. Das dauert je nach Andrang einige Wochen.
- Prämie erhalten: Nach Bestätigung wird die Prämie auf dein Konto überwiesen.
Die Auszahlung erfolgt jährlich und ist wiederholbar. Jedes Kalenderjahr kannst du die Quote erneut beantragen – meist bewirbst du dich pro Jahr genau einmal, ein Zertifikat pro Fahrzeug und Jahr. Ein guter Zeitpunkt ist der Jahresanfang, damit deine Anmeldung früh in der Bearbeitungsschlange landet. Wer clever ist, setzt sich eine jährliche Erinnerung, ähnlich wie bei anderen wiederkehrenden E-Auto-Themen rund um Laden und Zuhause, etwa der Wallbox-Förderung.
Anbieter vergleichen: Worauf du achten solltest
Es gibt viele Vermittler am Markt, und die Konditionen unterscheiden sich deutlich. Ein reiner Blick auf die höchste beworbene Prämie greift zu kurz – die Zahl in der Werbung ist oft ein Bestfall-Szenario. Achte stattdessen auf diese Punkte:
- Fix oder flexibel: Garantierte Fixprämie bringt Planungssicherheit, die flexible Variante nach Marktpreis mehr Chance nach oben.
- Auszahlungsdauer: Manche zahlen kurz nach dem Upload, andere erst nach der Bestätigung durch die Behörde.
- Seriosität: Etablierte Anbieter mit klaren AGB und erreichbarem Support sind einer unbekannten Plattform mit Traumprämie vorzuziehen.
Ein kleiner Realitätscheck: Bei 30 bis 100 Euro Jahresprämie lohnt es sich nicht, wochenlang zu vergleichen. Nimm einen soliden Anbieter, lade den Schein hoch und hake es ab. Das Geld ist geschenkt – es fällt dir ohnehin nur zu, weil du elektrisch fährst.
Häufige Fragen zur THG-Quote 2026
Wie hoch ist die THG-Quote 2026 wirklich?
Als Richtwert für 2026 liegt die Prämie grob bei 30 bis 100 Euro pro Jahr für einen Pkw. Die genaue Höhe hängt vom Zertifikatspreis am Quotenmarkt ab und schwankt – eine feste Garantie über alle Anbieter hinweg gibt es nicht.
Bekomme ich die Prämie auch für einen Plug-in-Hybrid?
Nein. Die THG-Quote gilt ausschließlich für reine Elektrofahrzeuge. Plug-in-Hybride und Vollhybride sind ausgeschlossen, weil sie einen Verbrennungsmotor haben. Berechtigt sind Pkw, E-Nutzfahrzeuge und zulassungspflichtige E-Roller.
Wie oft kann ich die THG-Quote beantragen?
Einmal pro Kalenderjahr und Fahrzeug. Die Auszahlung ist jährlich wiederholbar, solange du der eingetragene Halter eines reinen E-Autos bist. Am besten meldest du dich früh im Jahr an.
Kurz zusammengefasst
Die THG-Quote ist einer der wenigen Vorteile beim E-Auto, die dir ohne echten Aufwand Geld bringen. Für 2026 sind rund 30 bis 100 Euro jährlich realistisch, Nachweis ist allein dein Fahrzeugschein, und beantragen kannst du sie jedes Jahr aufs Neue. Halter reiner Stromer sollten die paar Minuten investieren – ein Grund, warum du dein Auto stehen lässt, ist es garantiert nicht.