Reifen einlagern: Kosten, Ablauf & Tipps 2026

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Reifen einlagern kostet dich beim Fachbetrieb meist 30 bis 70 Euro pro Saison. Ein Komplettpaket aus Radwechsel, Wuchten und Lagerung liegt bei 60 bis 120 Euro im Jahr, ein reines Reifenhotel oder ein Online-Service bei 25 bis 50 Euro pro Saison. Wer die Reifen selbst im Keller oder in der Garage unterbringt, zahlt gar nichts – braucht aber den Platz und die richtige Lagerung.

Inhalt

Was kostet Reifen einlagern? (Richtwerte 2026)

Die Preise beim Reifen einlagern hängen davon ab, ob du nur Lagerplatz buchst oder das Rundum-sorglos-Paket willst. Als Orientierung für Deutschland 2026 gelten diese Werte:

Reifen einlagern Kosten 2026 – Richtwerte-Tabelle
Kosten fürs Reifen einlagern 2026 – Richtwerte je nach Anbieter und Umfang.

Ein klassischer Einlagerungsplatz beim Reifenhändler oder in der Werkstatt schlägt mit 30 bis 70 Euro pro Saison zu Buche. Nimmst du das Komplettpaket mit saisonalem Radwechsel, Auswuchten und Lagerung, zahlst du 60 bis 120 Euro im Jahr. Ein Reifenhotel oder Online-Service bewegt sich zwischen 25 und 50 Euro pro Saison. Und wer selbst einlagert, kommt auf 0 Euro – vorausgesetzt, du hast einen kühlen, trockenen und dunklen Platz. Wie viel der reine Räderwechsel dabei kostet, liest du im Ratgeber zu den Kosten fürs Reifenwechseln. Regionale Unterschiede gibt es auch: In Großstädten mit knappem Lagerraum zahlst du tendenziell etwas mehr als auf dem Land, wo Werkstätten oft eigene Hallen haben.

Warum solltest du deine Reifen überhaupt einlagern?

Reifen sind teuer, und falsche Lagerung altert sie schneller. Sommerreifen auf der Terrasse in der prallen Sonne oder Winterreifen neben der Heizung verlieren nach ein, zwei Sommern spürbar an Gummi-Elastizität. Das kostet Grip – und am Ende musst du früher neue kaufen. Fachgerechtes Einlagern schützt das Profil, hält den Gummi geschmeidig und spart dir Geld über die Lebensdauer der Reifen. Wie lange ein Satz überhaupt durchhält, erfährst du im Beitrag wie lange Sommerreifen halten.

Dazu kommt der Platzfaktor: Vier komplette Räder brauchen erstaunlich viel Raum und wiegen zusammen schnell 60 bis 80 Kilo. Wer in einer Stadtwohnung ohne Keller lebt, ist mit einer Einlagerung beim Profi oft besser dran als mit vier Rädern im Flur. Und noch ein Punkt spricht dafür: Beim Einlagern schaut die Werkstatt sich deine Reifen an und meldet sich, wenn Profil oder Alter kritisch werden – so wirst du nicht im Herbst von abgefahrenen Winterreifen überrascht.

So läuft die Einlagerung beim Profi ab

Der Ablauf ist bei fast allen Anbietern gleich. Du bringst dein Auto zum Termin, die Werkstatt wechselt die Räder, prüft Profiltiefe und Reifendruck und wuchtet bei Bedarf neu aus. Anschließend werden deine abmontierten Räder gereinigt, beschriftet (welches Rad wohin gehört) und eingelagert. Beim nächsten Saisonwechsel holst du sie einfach wieder ab oder lässt sie direkt montieren.

Viele Betriebe bieten das als Abo an: Du zahlst einen Jahresbeitrag, und Wechsel plus Lagerung sind inklusive. Achte darauf, ob das Auswuchten der Reifen im Preis enthalten ist – sonst kommen pro Achse schnell noch ein paar Euro dazu. Frag außerdem nach, ob die Lagerung versichert ist, falls etwas beschädigt wird oder ein Rad abhandenkommt. Ein guter Betrieb dokumentiert den Zustand deiner Reifen bei der Annahme, damit es beim Abholen keine Diskussionen gibt.

Reifen selbst einlagern: So machst du es richtig

Selbst einlagern kostet nichts außer Platz – aber nur, wenn du ein paar Regeln beachtest. Der ideale Lagerort ist kühl, trocken und dunkel, zum Beispiel ein Kellerraum oder eine Garage ohne direkte Sonneneinstrahlung. UV-Licht, Ozon (etwa von einem laufenden Heizkessel oder Elektromotor) und Hitze sind die größten Feinde des Gummis. Lösungsmittel, Benzin oder Öl haben in der Nähe der Reifen nichts zu suchen.

Kompletträder oder Reifen ohne Felge?

Reifen mit Felge lagerst du am besten liegend gestapelt oder hängend an der Wand – niemals stehend, das verformt sie. Reifen ohne Felge gehören dagegen stehend nebeneinander ins Regal und sollten alle paar Wochen ein Stück gedreht werden, damit keine Standplatten entstehen. Reinige die Reifen vor dem Einlagern, entferne Steinchen aus dem Profil und notiere dir Laufrichtung und Position (zum Beispiel „VL“ für vorne links). So montierst du sie in der nächsten Saison passend und nutzt sie gleichmäßig ab.

Lohnt sich ein Reifenhotel?

Ein Reifenhotel lohnt sich vor allem dann, wenn du keinen geeigneten Lagerplatz hast oder dir die Schlepperei sparen willst. Für 25 bis 50 Euro pro Saison musst du dich um nichts kümmern – die Räder liegen fachgerecht, klimatisiert und oft versichert. Rechne aber ehrlich: Über vier, fünf Jahre summiert sich das auf mehr, als ein neuer Satz Reifen kostet. Wenn du Platz im Keller hast und die Reifen ohnehin selbst wechselst, ist die Eigenlagerung klar günstiger. Ein Mittelweg für Sparfüchse: nur die Lagerung buchen und den Radwechsel selbst erledigen.

Häufige Fragen zum Reifen einlagern

Wie lange kann man Reifen einlagern?

Fachgerecht gelagert halten Reifen problemlos ein bis zwei Saisons in Reserve. Insgesamt gelten Reifen ab etwa sechs bis acht Jahren – gerechnet ab dem Herstelldatum (DOT-Nummer) – als überaltert, unabhängig vom Profil.

Stehend oder liegend lagern?

Kompletträder mit Felge lagerst du liegend gestapelt oder hängend, Reifen ohne Felge stehend. So bleibt die Form erhalten und es entstehen keine Druckstellen.

Muss der Reifendruck beim Einlagern erhöht werden?

Bei Kompletträdern hilft es, den Luftdruck um rund 0,5 bar zu erhöhen. So gleichst du den langsamen Druckverlust über die Monate aus und beugst Standplatten vor.

Kurz zusammengefasst

Reifen einlagern kostet beim Profi 30 bis 70 Euro pro Saison, als Komplettpaket 60 bis 120 Euro im Jahr und im Reifenhotel 25 bis 50 Euro pro Saison. Selbst einlagern ist kostenlos, wenn der Platz kühl, trocken und dunkel ist. Egal wofür du dich entscheidest – die richtige Lagerung verlängert die Lebensdauer deiner Reifen und spart dir am Ende bares Geld.