Der Hyundai Ioniq 5 ist ein Elektro-Crossover auf der 800-Volt-Plattform E-GMP und einer der vielseitigsten Stromer seiner Klasse: viel Platz, sehr schnelles Laden und eine WLTP-Reichweite von rund 400 bis 570 Kilometern. In diesem Hyundai Ioniq 5 Test schauen wir uns an, was das Auto im Alltag wirklich taugt, wo seine Staerken liegen und ab wann sich der Kauf lohnt.
Inhalt
- Was ist der Hyundai Ioniq 5?
- Reichweite und Laden im Hyundai Ioniq 5 Test
- Platz, Alltag und V2L
- Preise und Kaufberatung
- Hyundai Ioniq 5 Test: Lohnt sich der Kauf?
- Haeufige Fragen
Was ist der Hyundai Ioniq 5?
Auf den ersten Blick wirkt der Ioniq 5 wie ein kompaktes Auto, in echt steht ein ausgewachsener Elektro-Crossover vor dir. Das kantige Retro-Design mit den Pixel-Ruecklichtern taeuscht ueber die Groesse hinweg: Der Radstand ist laenger als bei manch einer Oberklasse-Limousine. Technisch teilt sich der Hyundai die E-GMP-Plattform mit dem Kia EV6 und nutzt eine 800-Volt-Architektur, die sonst eher bei teuren Sportwagen zu finden ist.
Genau das ist der Punkt, der den Ioniq 5 so interessant macht. Wo viele Konkurrenten mit 400 Volt arbeiten, holt Hyundai am Schnelllader deutlich mehr Tempo heraus. Dazu kommt ein flacher Boden ohne Mitteltunnel, eine verschiebbare Ruecksitzbank und die Moeglichkeit, ueber V2L (Vehicle-to-Load) externe Geraete mit Strom aus der Antriebsbatterie zu versorgen. Als Vergleich lohnt auch ein Blick auf den Skoda Enyaq, der aehnlich viel Platz bietet, aber langsamer laedt.

Reichweite und Laden im Hyundai Ioniq 5 Test
Die Reichweite liegt je nach Batteriegroesse und Antrieb bei ca. 400 bis 570 km nach WLTP (Richtwerte 2026). Die groessere 77-kWh-Batterie mit Heckantrieb kommt am weitesten, die Allradversion und die kleinere Batterie liegen darunter. Im realen Betrieb solltest du je nach Tempo, Beladung und Jahreszeit rund 15 bis 25 Prozent abziehen — im Winter auf der Autobahn eher mehr. Wie stark Kaelte und Geschwindigkeit zu Buche schlagen, erklaeren wir ausfuehrlich im Ratgeber zur Elektroauto-Reichweite.
Die eigentliche Staerke zeigt der Ioniq 5 beim Nachladen. Dank 800-Volt-Technik nimmt er am DC-Schnelllader bis zu rund 230 kW auf. Unter guten Bedingungen wandert der Akku so in etwa 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Auf einer laengeren Fahrt heisst das: kurze Pause, Kaffee, weiter. Genau dieses schnelle Laden macht im Hyundai Ioniq 5 Test oft den Unterschied zu guenstigeren Stromern, die bei 100 bis 150 kW dichtmachen und deutlich laenger an der Saeule stehen.
Zu Hause laedst du klassisch an der Wallbox mit meist 11 kW ueber Nacht. Wer viel unterwegs ist, profitiert vom hohen DC-Tempo am meisten; als reines Stadtauto verschenkst du diesen Vorteil.
Platz, Alltag und V2L
Im Innenraum ueberrascht der Ioniq 5 mit Loft-Atmosphaere: helle Materialien, eine verschiebbare Mittelkonsole und viel Beinfreiheit hinten. Der Kofferraum fasst rund 500 Liter, dazu gibt es vorne einen kleinen Frunk fuer die Ladekabel. Fuer Familie, Hund und Wocheneinkauf reicht das locker.
Das Feature, ueber das im Alltag am meisten geredet wird, ist V2L. Ueber einen Adapter am Ladeanschluss oder eine Steckdose im Innenraum zapfst du bis zu 3,6 kW ab — genug fuer E-Bike, Kaffeemaschine, Werkzeug oder das Notebook beim Camping. Der Ioniq 5 wird so zur mobilen Steckdose. Diese Kombination aus Platz, Laden und V2L ist im Hyundai Ioniq 5 Test der rote Faden: Der Wagen kann mehr als nur fahren.
Fahren und Komfort
Auf der Strasse gibt sich der Ioniq 5 komfortabel und leise. Die Lenkung ist eher auf entspanntes Gleiten ausgelegt als auf Sportlichkeit, das Fahrwerk buegelt Unebenheiten souveraen weg. Sportlich-strafferes Setup findest du eher beim Plattformbruder aus Korea; der Hyundai setzt bewusst auf Ruhe und Reichweite.
Preise und Kaufberatung
Neu startet der Ioniq 5 bei rund 44.000 Euro (Richtwert 2026), je nach Batterie, Antrieb und Ausstattung. Allrad, groesserer Akku und Top-Ausstattungen treiben den Preis spuerbar nach oben. Wer flexibel ist, findet zunehmend gute junge Gebrauchte oder Vorfuehrwagen, bei denen sich der erste Wertverlust bereits erledigt hat.
Vor dem Kauf solltest du ehrlich pruefen, wie du laedst. Kannst du zu Hause oder bei der Arbeit an einer Wallbox laden und faehrst regelmaessig laengere Strecken, spielt der Ioniq 5 seine Staerken voll aus. Faehrst du fast nur kurze Stadtstrecken, tut es womoeglich ein guenstigeres Modell — die teure 800-Volt-Ladetechnik nutzt du dann kaum.
Worauf beim Gebrauchten achten?
Lass dir das Batteriezertifikat oder den State of Health zeigen, pruefe die Anzahl der Schnellladevorgaenge und checke, ob alle Software-Updates eingespielt sind. Ein Blick auf Reifen und Bremsen (die bei E-Autos durch Rekuperation oft lange halten) rundet die Kaufberatung ab.
Hyundai Ioniq 5 Test: Lohnt sich der Kauf?
Fuer wen ist der Ioniq 5 gemacht? Kurz gesagt: fuer alle, die viel Platz und wirklich schnelles Laden wollen und dafuer auf ein sportliches Fahrgefuehl verzichten koennen. Wer regelmaessig Langstrecke faehrt und eine Lademoeglichkeit zu Hause hat, bekommt einen der praktischsten Stromer am Markt. Wer nur in der Stadt pendelt, sollte den Aufpreis fuer die 800-Volt-Technik gegen guenstigere Alternativen abwaegen.
Haeufige Fragen
Wie hoch ist die Reichweite des Hyundai Ioniq 5?
Je nach Batterie und Antrieb liegt die WLTP-Reichweite bei ca. 400 bis 570 km (Richtwerte 2026). Real solltest du je nach Tempo und Jahreszeit rund 15 bis 25 Prozent abziehen.
Wie schnell laedt der Hyundai Ioniq 5?
Dank 800-Volt-Technik nimmt er am DC-Schnelllader bis zu rund 230 kW auf. Unter guten Bedingungen dauert der Sprung von 10 auf 80 Prozent nur etwa 18 Minuten.
Was kostet ein Hyundai Ioniq 5?
Neu geht es bei rund 44.000 Euro los (Richtwert 2026). Allrad, groesserer Akku und hoehere Ausstattungslinien erhoehen den Preis; junge Gebrauchte sind oft deutlich guenstiger.
Unterm Strich ist der Hyundai Ioniq 5 ein durchdachtes Gesamtpaket: geraeumig, schnell geladen und mit dem praktischen V2L-Extra. Wenn Reichweite, Ladetempo und Platz oben auf deiner Liste stehen, gehoert er auf jeden Fall auf die Probefahrt-Liste.